Hafen Prerow - Liegeplätze, Tiefe und Gebühren im Überblick

Segelboote im **Prerow Hafen** spiegeln sich im ruhigen Wasser. Ein Rettungsboot liegt im Vordergrund.

Geschrieben von

Julius Arndt

Veröffentlicht am

3. Nov. 2026

Inhaltsverzeichnis

Wer mit dem Segelboot an der Ostseeküste vor dem Darß unterwegs ist, braucht in Prerow vor allem eine klare Entscheidung: Geht es um einen kurzen Etappenstopp auf See oder um einen geschützten Aufenthalt am Bodden? In Prerow gibt es dafür zwei unterschiedliche Hafenanlagen. Ich zeige, welche Liegeplätze, Wassertiefen, Gebühren, Services und Regeln 2026 relevant sind.

Die wichtigsten Eckdaten für den Hafenaufenthalt in Prerow

  • Inselhafen: 33 Etappenliegeplätze und 3 Notliegeplätze an der Ostseeküste.
  • Liegedauer: Im Inselhafen maximal 24 Stunden, spätestens bis 12 Uhr muss das Boot auslaufen.
  • Wassertiefe: Im Inselhafen durchschnittlich 4 Meter, am Wellenbrecher können flachere Stellen auftreten.
  • Gebühren: Je nach Bootslänge ab 9,50 Euro pro 24 Stunden zuzüglich 3 Euro Servicegebühr pro Person ab 14 Jahren.
  • Wasserwanderrastplatz: 59 Gastliegeplätze am geschützten Prerow-Strom mit einer Solltiefe von 2,5 Metern.

Segelboote im Prerow Hafen spiegeln sich im ruhigen Wasser. Ein Rettungsboot liegt vorn.

Zwei Häfen, zwei völlig unterschiedliche Aufgaben

Der Inselhafen Prerow liegt am Ende der rund 721 Meter langen Seebrücke direkt an der Ostsee. Er ersetzt den früheren Nothafen Darßer Ort und dient heute vor allem als Not- und Etappenhafen zwischen Warnemünde, Barhöft, Stralsund und Rügen.

Der kommunale Wasserwanderrastplatz am Prerow-Strom liegt dagegen boddenseitig und deutlich geschützter. Er eignet sich für Segler, Motorbootfahrer, Kanuten und Wasserwanderer, die einen ruhigeren Aufenthalt mit kurzem Weg in den Ort bevorzugen.

Merkmal Inselhafen Wasserwanderrastplatz
Lage Ostsee, am Ende der Seebrücke Prerow-Strom, Boddenküste
Liegeplätze 33 Etappen- und 3 Notliegeplätze 59 Gastliegeplätze
Wassertiefe Im Mittel 4 m Solltiefe der Zufahrt 2,5 m
Geeignet für Kurze Küstenetappe und Notfall Geschützten Aufenthalt und Wasserwandern
Landgang Über die lange Seebrücke Direkt am Ort und an der Gastronomie

Diese Unterscheidung ist für die Törnplanung wichtiger als die gemeinsame Ortsbezeichnung. Eine Marina mit Dauerliegeplätzen ist der Inselhafen nicht. Wer mehrere Tage bleiben, Proviant auffüllen oder am Boot arbeiten möchte, sollte eher den kommunalen Hafen einplanen.

Der Inselhafen ist für die kurze Ostseeetappe gedacht

Die Anlage wurde zwischen 2022 und 2024 gebaut und liegt innerhalb des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Neben den Liegeplätzen für Sportboote gibt es feste Plätze für den Seenotrettungskreuzer der DGzRS, ein DLRG-Boot, acht Fischereifahrzeuge und örtliche Ausflugsschiffe.

Sportboote können aus nordwestlicher oder südlicher Richtung einlaufen. Die veröffentlichten Koordinaten liegen bei 54° 27' 58'' N und 012° 34' 29'' E. Für die konkrete Ansteuerung würde ich mich trotzdem immer an die aktuelle Seekarte und den Hafenplan halten, weil Wasserstand, Seegang und lokale Veränderungen die tatsächlich verfügbare Tiefe beeinflussen können.

Die mittlere Wassertiefe beträgt etwa 4 Meter nach NHN. Direkt am Fuß des Wellenbrechers und bis etwa zwei Meter vom Steg entfernt können jedoch Mindertiefen auftreten. Für einen Kiel mit großem Tiefgang ist deshalb nicht nur die Zahl im Hafenplan entscheidend, sondern auch der Kurs beim Ein- und Auslaufen.

Die Zufahrt muss frei bleiben. Einlaufende Fahrzeuge haben grundsätzlich Vorrang vor auslaufenden, der Seenotrettungskreuzer besitzt im Einsatz Vorrang vor allen anderen. Ich würde die Hafeneinfahrt deshalb nicht zum Warten, Drehen oder Beobachten nutzen, sondern nur für das gezielte Ein- und Auslaufen.

Liegeplätze, Preise und Buchung im Überblick

Im Inselhafen stehen 33 Etappenliegeplätze und drei Notliegeplätze für Sportboote zur Verfügung. Die reguläre Liegedauer endet nach spätestens 24 Stunden, der Hafen muss bis 12 Uhr verlassen werden. Eine Reservierung ist über die App Boatpark möglich, dort lassen sich freie Plätze anzeigen, buchen und bezahlen.

Gesamtlänge des Bootes Liegeplatzgebühr je angefangene 24 Stunden
Bis 4,99 m 9,50 €
5,00 bis 5,99 m 11,40 €
6,00 bis 6,99 m 13,30 €
7,00 bis 7,99 m 15,20 €
8,00 bis 8,99 m 17,10 €
9,00 bis 9,99 m 20,00 €
10,00 bis 10,99 m 22,00 €
11,00 bis 11,99 m 24,00 €
12,00 bis 12,99 m 26,00 €
13,00 bis 13,99 m 28,00 €
14,00 bis 14,99 m 33,00 €
15,00 bis 15,99 m 36,80 €
16,00 bis 16,99 m 40,80 €
Ab 17 m 2,50 € je angefangenem Meter

Zusätzlich fällt eine Servicegebühr von 3 Euro pro Person und angefangene 24 Stunden an. Kinder unter 14 Jahren sind davon ausgenommen. Darin enthalten sind Sanitäranlagen, Duschen, Strom am Liegeplatz und die Entsorgung von Hausmüll.

Für Katamarane und andere Mehrrumpfboote erhöht sich die Liegeplatzgebühr um 50 Prozent. Eine gewerbliche Nutzung wird mit einem Aufschlag von 20 Prozent berechnet. Frischwasser kostet 1 Euro je 100 Liter, die Entsorgung von Fäkalien 7 Euro je Vorgang zuzüglich 5 Euro je angefangene 100 Liter Abwasser.

Der Service ist solide, aber bewusst begrenzt

Der Inselhafen bietet WC, Duschen, barrierefreie Toiletten, Strom und Wasser. Außerdem gibt es eine Absaugstation für häusliches Abwasser. WLAN und eigene Parkplätze sind nicht vorhanden, was bei einer Anlage am Ende einer Seebrücke kaum überrascht.

Ein Säulen-Drehkran steht zur Verfügung, darf aber nur nach vorheriger Anmeldung und Zustimmung des Hafenbetreibers genutzt werden. Außer in Notfällen sollte die Anmeldung mindestens drei Werktage vorher erfolgen. Die Bedienung übernimmt eingewiesenes Personal und kostet 125 Euro pro Stunde.

Was viele beim ersten Besuch unterschätzen, sind die Einschränkungen im Nationalpark. Längsseits am Steg anzulegen ist verboten, ebenso das Reinigen von Wasserfahrzeugen, Baden, Tauchen und die Entleerung von Chemietoiletten. Öl- oder Kraftstoffverluste müssen sofort gemeldet werden.

Die Steganlagen und Funktionsflächen dürfen grundsätzlich nur von den Besatzungen der dort liegenden Boote sowie vom Hafenbetreiber und beauftragten Dienstleistern betreten werden. Rettungswege müssen frei bleiben. Für mich ist das ein klarer Hinweis darauf, dass der Hafen auf sichere Abwicklung und nicht auf lange Freizeitaufenthalte ausgelegt ist.

Der Wasserwanderrastplatz am Prerow-Strom ist die ruhigere Alternative

Der kommunale Hafen am Prerow-Strom verfügt über 59 Gastliegeplätze und ist ganzjährig zugänglich. Durch seine geschützte Lage am Bodden ist er bei wechselhaftem Wetter angenehmer als der offenere Inselhafen, besonders für kleinere Boote, Motorboote und Kanus.

Die Zufahrt hat eine Solltiefe von 2,5 Metern. Das ist für viele Fahrtenboote ausreichend, sollte bei einem tiefgehenden Segelboot aber sorgfältig mit dem aktuellen Wasserstand abgeglichen werden. Eine Slipmöglichkeit befindet sich etwa 500 Meter entfernt im Vereinshafen. Slippen und Kranen müssen dort vorher angefragt werden.

Am Rastplatz gibt es Strom- und Wasseranschlüsse, Sanitäranlagen sowie kurze Wege zu Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten und weiteren Angeboten in Prerow. Auch Ausflugsschiffe in die Boddengewässer und nach Hiddensee legen in diesem Bereich ab.

Wer einen entspannten Landgang plant, ist hier meist besser aufgehoben. Der Preis dafür ist die geringere Wassertiefe und die fehlende direkte Lage an der Ostsee. Für eine Küstenpassage ersetzt der Rastplatz den Inselhafen daher nicht, sondern erfüllt eine andere Funktion.

Meine Empfehlung für die Revierplanung

Für eine Fahrt entlang der offenen Küste würde ich den Inselhafen als kurzen Zwischenstopp einplanen und die Reservierung möglichst vor dem Einlaufen erledigen. Die begrenzte Liegedauer, die exponierte Lage und die wenigen Plätze machen eine spontane Planung riskanter, besonders an sommerlichen Wochenenden.

Für einen Aufenthalt mit Ortsbesuch, ruhiger Nacht oder einer Fahrt durch die Boddengewässer ist der Wasserwanderrastplatz am Prerow-Strom die passendere Wahl. Vor dem Törn sollten Tiefgang, Wetter, Wasserstand und die gewünschte Aufenthaltsdauer zusammen betrachtet werden.

Der Hafen in Prerow ist damit kein einheitliches Revierangebot, sondern ein sinnvoll kombiniertes System aus Ostsee-Etappenhafen und geschütztem Boddenhafen. Wer diese beiden Anlagen auseinanderhält, plant den Aufenthalt realistischer und vermeidet die häufigsten Missverständnisse bei Liegeplatz, Tiefe und Aufenthaltsdauer.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Der Inselhafen an der Ostsee ist für kurze Etappenstopps und Notfälle gedacht. Der geschützte Wasserwanderrastplatz am Prerow-Strom eignet sich besser für eine ruhige Nacht, einen Ortsbesuch oder Fahrten in die Boddengewässer.

Die reguläre Liegedauer beträgt höchstens 24 Stunden. Das Boot muss spätestens bis 12 Uhr auslaufen. Freie Plätze können über die App Boatpark angezeigt, reserviert und bezahlt werden.

Die Gebühr beginnt je nach Bootslänge bei 9,50 Euro pro angefangene 24 Stunden. Zusätzlich werden 3 Euro Servicegebühr pro Person ab 14 Jahren berechnet. Darin enthalten sind Sanitäranlagen, Duschen, Strom und Hausmüllentsorgung.

Der Inselhafen ist im Mittel etwa 4 Meter tief, weist am Wellenbrecher jedoch Mindertiefen auf. Die Zufahrt zum Wasserwanderrastplatz hat eine Solltiefe von 2,5 Metern. Im Inselhafen sind unter anderem längsseitses Anlegen, Baden, Tauchen, das Reinigen von Wasserfahrzeugen und die Entleerung von Chemietoiletten verboten.

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Julius Arndt

Julius Arndt

Mein Name ist Julius Arndt und ich bringe 15 Jahre Erfahrung im Segelsport, der Yachtpflege und im maritimen Design mit. Schon in meiner Kindheit wurde ich von der Faszination des Wassers und der Schiffe gepackt. Diese Leidenschaft hat mich dazu motiviert, mein Wissen in diesen Bereichen ständig zu vertiefen und weiterzugeben. Ich schreibe über verschiedene Aspekte des Segelsports, von der richtigen Pflege der Yachten bis hin zu den neuesten Trends im maritimen Design. Dabei lege ich großen Wert darauf, Informationen klar und verständlich aufzubereiten. Ich überprüfe meine Quellen sorgfältig und vergleiche unterschiedliche Ansätze, um meinen Lesern nützliche und aktuelle Inhalte zu bieten. Mein Ziel ist es, komplexe Themen zu vereinfachen und dabei stets die neuesten Entwicklungen im Blick zu behalten.

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